Know How

Bewässerungszeitpunkt:

Der richtige Bewässerungszeitpunkt ist entscheidend für eine erfolgreiche Funktionsweise der Gartenanlage. Die Empfehlung lautet daher den Bewässerungscomputer auf früh am Morgen zu einzustellen. Dadurch das die Pflanzen so über den Tag hinweg trocknen können, wird verhindert das sich vermehrt Schnecken auf der Anlage ausbreiten. Würden Sie ihre Pflanzen zur Mittagszeit bewässern, würde zudem ein Großteil des Wassers einfach verdunsten. Das Wasser hätte so gar nicht erst die Möglichkeit die Wurzeln zu erreichen. Zum Vergleich, während der Mittagszeit verdunsten ganze 90 % des Wassers, wo es zu früherer Stunde gerade einmal 20 % sind. Weiter reduzieren lässt sich der Verdunstungseffekt auf bis zu 10%, sofern die Bewässerung um 3 Uhr morgens eingeleitet wird.
Zur Mittagszeit wird außerdem durch den so genannten Lupeneffekt das Licht durch die Wassertropfen gebündelt, was den Blättern schaden zufügt.
Die Häufigkeit der Bewässerung hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben der Berücksichtigung des Klimas, kommt es vor allem darauf an wie frisch bzw. fest verwurzelt die häuslichen Pflanzen sind. Wo neue Grünflächen immer feucht gehalten werden müssen, reicht es bei fest verwurzelten Büschen alle 2-3 Tage zu befeuchten da hier eine tiefliegende Bewässerung wichtig ist.Etwa einmal pro Woche sollten Sie die korrekte Funktion ihrer Bewässerungsanlage manuell überprüfen.

Tröpfchenbewässerung:

In vielen Fällen ist eine Tröpfchenbewässerung sinnvoll, da so einzelne Pflanzen getrennt voneinander bewässert werden können. Bewässerungscomputer
Gerade auch bei Zierpflanzen wie Blumen ist diese Art der Bewässerung sinnvoll, da feuchtigkeitsbedingte Erkrankungen der Blätter vermieden werden. Gerade Pilzerkrankungen sind hier keine Seltenheit. Durch die Tröpfchenbewässerung wird sicher gestellt, das die Blätter der Pflanzen trocken bleiben. Das nötige Material hierfür findet sich in jedem Gartencenter. Von einem Sprinkler ist hingegen abzuraten.
Der geschickte Heimwerker, kann sich so eine Anlage auch selber zusammen basteln. Notwendig hierfür ist ein ausrangierter Gartenschlauch den sie in regelmäßigen Abständen mit Löchern versehen. Mit wenig Aufwand und Kosten lässt sich so der Gartenaufwand minimieren.

Die richtige Wasserversorgung:

Eine ausreichende Wasserversorgung ist essentiell für die Aufzucht der heimischen Pflanzenanlage. Wird der Bewässerungscomputer regulär über die Trinkwasserleitung betrieben, führt dies zu einer unnötigen Wasserverschwendung. Schlauer ist es daher nach Möglichkeit Regenwasser zu sammeln und wie die Bewässerung der Heimanlage zu verwenden. Neben dem Kostenfaktor bietet Regenwasser zudem den Vorteil besser temperiert zu sein. Durch Kalte Tropfen auf den Blättern kann es hier zum Temperaturschock kommen. Der deutsche Durchschnittsbürger verbraucht im Schnitt 130 Liter Wasser im Haushalt, wozu unter anderem auch das Wasser für die Gartenpflege zählt. Durch die Verwendung von Regenwasser, kann diseser Verbrauch halbiert werden. Zudem ist das aufgefangene Regenwasser weniger vom Kalk belastet im Vergleich zum Leitungswasser. Für einen normalen Hobbygarten reicht es völlig aus, das Wasser hierfür in einer Regentonne zu speichern. Für größere Anlagen lohnt sich unter Umständen der Kauf eines Erdtankes, der über eine extra Pumpe betrieben wird. Auch ein solches System kann problemlos mit einem Bewässerungscomputer verbunden werden.

Bei der Bewässerung selbst, sollte darauf geachtet werden, die Pflanzen langsam zu bewässern, da die Erde eine gewisse Zeit braucht, um das Wasser auf zu nehmen. Dadurch wird vermieden, dass die Erde mit der Zeit verschlammt und so zu wenig Sauerstoff ab gibt. Um hier entgegen zu wirken, sollte die Erde regelmäßig aufgelockert werden.
Von vielen vernachlässigt wird die Bewässerung während der Wintermonate. Auch während der kalten Jahreszeit ist die regelmäßige Bewässerung von entscheidender Bedeutung.

Durch den Einsatz von Bodenmulch kann die Verdunstung von Wasser aus dem Boden hinausgezögert werden, wodurch es nicht so schnell austrocknet.

Verwendung einer Pumpe:

Sofern Sie ihre Pflanzen mit Regen, See oder vergleichbaren Wasserquellen versorgen, benötigen Sie eine Pumpe um Druck zu erzeugen. Neben einem passenden Saugventil ist hier vor allem ein fachgerechtes Rückschlagventil notwendig. Ein solches Ventil ist essentiell um ungewollten Rückfluss zu verhindern. Ergänzend hierzu sollte ein manuelles Ventil zur Regelung installiert werden. Zur laufenden Drucküberwachung sollte außerdem ein Manometer installiert werden.
Damit es nicht zu ungewollten Engpässen kommt, ist bei der Verlegung darauf zu achten das keine überflüssigen Winkel und Einengungen entstehen.

Der richtige Wasserdruck:

Sollten Sie sich nicht für eine Pumpe entscheiden, muss zunächst bestimmt werden wie viel Wasserdruck über ihre Leitung kommt. Hierfür brauchen Sie einen Druckmesser der an den Hahn montiert wird. Durch aufdrehen des Wassers lässt sich so der Druck in der Einheit kPa oder Bar ermitteln. Mit Hilfe dieses Wertes lassen sich dann die passenden Regner samt Bewässerungscomputer auswählen. Der maximale Fließdruck für den gewählten Regner sollte hier nicht überschritten werden, da es sonst zur Schädigung des Gerätes kommen kann.

Die richtige Planung:

Bevor die eigentliche Bewässerungsanlage installiert wird, sollte sie zunächst im Detail geplant werden. Hierdurch werden gravierende Fehler bei der Umsetzung vermieden. Notieren Sie dabei sämtliche Wege und Begrenzungen, sowie alle größeren Pflanzen und nicht zu Versorgenden Flächen. Achten Sie dabei auch auf potentielle Gas- und Elektroleitungen. Sämtliche Wege, Mauern, Terrassen, befestigte Flächen sowie Zäune müssen in der Skizze ersichtlich sein, ebenso wie die Position von Bäumen, Sträuchern, Rasenflächen und nicht zu bewässernden Flächen. Für die weiter Planung lohnt es sich zudem die Grünfläche in einzelne Bereiche zu unterteilen. Zum einen für die spätere Platzierung der Regner und zum Anderen da die meisten Systeme nicht genug Leistung bieten um alle Bereiche gleichzeitig zu betreiben. Der jeweilige Abstand zwischen den Regnern, richtet sich dabei nach den Merkmalen des jeweiligen Geräts. Die Firma Gardena bietet hier eine große Vielfalt an unterschiedlichen Modellen. Grundsätzlich sollten sich die Beregnungskreise etwas überschneiden. Nach der korrekten Platzierung, werden die einzelnen Regner der jeweiligen Bereiche auf dem Grundriss verbunden und über eine Hauptleitung an den Bewässerungscomputer angeschlossen. Versuchen Sie dabei einen geraden Weg ohne viele Umwege zu wählen.
Im Maßstab von eins zu hundert sollte der Plan folgende Eckpunkte aufweisen:

  • Rasenfläche
  • Beete
  • Bäume
  • Trockenflächen
  • Feuchtflächen
  • Regner
  • Bereiche

  • Dank des so erstellten Planes lässt sich nun ermitteln, welche Einzelteile benötigt werden und wo der Bewässerungscomputer sammt Anschlüssen montiert werden muss.

    Für gewöhnlich verlaufen die Leitungen einer Bewässerungsanlage unterirdisch, zwecks dessen kleine Gräben entsprechend des erstellten Planes gezogen werden. Die Abgetragenen Rasenflächen werden später wieder auf die befüllten Rillen gelegt. Nach einiger Zeit sind die Grabungsstellen nicht mehr sichtbar. Im Winter entwässern moderne Systeme die Leitungen hier automatisch, um Kälteschäden zu vermeiden.

    Hier noch einmal die einzelnen Schritte zusammengefasst:

    1. Der Verlauf der Leitungen muss auf dem Boden markiert werden, Hier bieten sich Markierungsfähnchen an.

    2. Ziehen Sie die notwendigen Graben, die in etwa 35cm tief, sowie 6 CM lang sein sollten.

    3. Wo kein Graben ausgehoben werden kann, z.B. aufgrund von festen Wegen, sollte ein festes Eisenrohr unterhalb des Weges mit Hilfe eines Hammers geschlagen werden. Das so gezogene Rohr dient als Tunnel für die eigentliche Leitung.

    4. Verlegen Sie die Leitungen nun entsprechend ihres zuvor erstellen Planes. Achten Sie dabei auf Sorgfalt.

    5. Kürzen Sie die Leitungen an den nötigen Stellen und Verbinden Sie diese letzten Endes Mit dem Bewässerungscomputer.

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